24. Jun 2017     |    Kontakt    |    Impressum    |    Sitemap    |    Druckversion    |     

Ätherische Öle

Geschrieben von: Peter Jennrich  

Der Duft der Blumen, Sträucher und Bäume beruht auf ihrem Gehalt an ätherischen Ölen.  Durch ihre Bestandteile und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper unterscheiden sie sich von den fetten Nahrungsölen wie Oliven- oder Sonnenblumenöl.  Die Zusammensetzung der ätherischen Öle ist vielfältig und sehr unterschiedlich. Das ätherische Rosenöl setzt sich beispielsweise aus 200 verschiedenen organischen Verbindungen zusammen. Die Wirkung ätherischer Öle entsteht einerseits durch den direkten Einfluß auf verschiedene Körperfunktionen, andererseits durch ihre Duftwirkung, die über die Riechschleimhaut eine unmittelbare Auswirkung auf das Gehirn und den Hormonhaushalt hat. Diese Eigenschaften macht man sich in der Aromatherapie zu nutzen, in der meist die reinen mittels Wasserdampfdestillation gewonnenen Öle verwendet werden.
Diese können über die Haut, über die Einatmung oder durch die innere Einnahme angewendet werden. Inhalationen und Mundspülungen mit reinen ätherischen Öle, und die Verwendung von Ölmischungen ätherischer Ölen mit Trägerölen für Bäder,  Wickel, Einreibungen und Massagen sind häufige Anwendungen in der Aromatherapie. Einige Naturheilmedikamente enthalten ätherische Öle zur inneren Einnahme. Das Wirkspektrum der verschiedenen ätherischen Öle umfasst antientzündliche, antibakterielle, gefäßerweiternde, durchblutungsfördernde, verdauungsfördernde, galle- und nierenanregende, schleimlösende  sowie muskelentkrampfende Eigenschaften. Die Aromatherapie eröffnet durch die  Wirkung der Öle auf die Körperfunktionen, die Hormondrüsen und das Gehirn vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung der Entgiftungsorgane.
Bäder

Bäder mit ätherischen Ölen entfalten Ihre Wirkung über den Geruchssinn und über die Aufnahme der Öle durch die Haut, die im warmen Wasser besonders gut durchblutet ist.  Innerhalb von etwa 20 Minuten werden die Öle über die Haut in den Körper aufgenommen. In der Regel fügt man einem Wannenbad 6-10 Tropfen des ätherischen Öles hinzu, das vorher mit 1-2 Esslöffeln eines Trägeröles (Olivenöl, Jojobaöl,..) oder etwas Honig vermischt wurde. Die Zugabe der Ölmischung sollte erst erfolgen, wenn die Wanne voll ist, damit es beim Einlaufen des Wasser nicht unnötig aufgewirbelt und verdunstet wird. Sehr intensive Öle sollten geringer dosiert werden, dies gilt besonders bei sehr trockener und empfindlicher Haut.
Dazu zählen: Cajeput, Eukalyptus, Ingwer, Kampfer, Kardamom, Lemongras, Nelke, Pfefferminze, Origano, Rosmarin, Thymian, Ysop, Zimt und Zitrone. Hier reichen 3 Tropfen Öl pro Vollbad aus.
Wickel

Wickel oder Umschläge können heiß oder kalt verwendet werden.  Die Öle werden dabei in einer Schüssel mit dem für die Wickel bestimmten Wasser vermischt.  Pro Liter Wasser werden dabei ca. 5 Tropfen des Öles verwendet. Bei empfindlicher Haut und intensiven Ölen reichen 2-3 Tropfen aus.
Einreibungen

Pflanzenöle haben eine gute vielfach bewährte Schutzwirkung für die Haut.
Ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Kollagene und andere Inhaltsstoffe schützen und regenerieren die Haut, die vielfältigen Witterungs- und Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Dies ist nicht nur von kosmetischem Interesse. Über eine intakte und widerstandsfähige Haut können auch weniger Schadstoffe aus der Kleidung, den Schuhen oder „Körperpflegemitteln“ aufgenommen werden. Aus der Vielzahl von Pflanzenölen habe ich 3  Öle als Basisöle für die Mischung mit ätherischen Ölen ausgewählt.

Avocadoöl -
ist sehr nährstoffreich, mit einem feinem Eigenduft und besonders für trockene Haut sehr gut geeignet.

Mandelöl-
ist sehr mild und besonders hautverträglich. Mandelöl besitzt keinen wahrnehmbaren Eigenduft und ist auch dadurch gut zur Mischung mit ätherischen Ölen geeignet.

Jojobaöl-
wird aufgrund seiner Ähnlichkeit mit hauteigenen Fetten, sehr gut von der Haut aufgenommen. Es ist geruchsneutral und zählt aufgrund seiner Inhaltstoffe, seiner feuchtigkeitsspendenden und glättenden Eigenschaften zu den besten Hautpflegemitteln.

Zur Herstellung eines Reflexzonenöles benötigen Sie 50ml Trägeröl und  ca. 10 Tropfen eines ätherischen Öles. Die intensiven Öle (siehe „Bäder“) sollten etwas sparsamer bei der Einreibung verwendet werden.  Vor jeder Anwendung Flasche kräftig schütteln.
Anwendung als Aerosol

Wollen Sie ein Aerosol für Ihre individuellen Bedürfnisse selbst herstellen so benötigen sie dazu eine kleine Glas- oder Plastikflasche mit Zerstäuber. Sie können dazu entweder eine leere Deodorant-Flasche verwenden oder sich in einem Haushaltswarengeschäft  oder Drogeriefachgeschäft eine leere Zerstäuberflasche in einer Größe von 100ml kaufen.
Diese füllen sie mit gutem Wasser und geben ca. 40  Tropfen bzw. 20 Tropfen von den intensiven Ölen (siehe „Bäder“) ihrer Wahl hinzu. Fertig!

Sie können mit ihrem Aerosol Arme und Beine aber auch Bauch und Rücken einsprühen und so die verschiedensten Reflexzonen behandeln. Dies bringt morgens nach dem Duschen, in der Pause zwischendurch und am Abend vor dem Schlafengehen zusätzliche Impulse für ihr Wohlbefinden. Wichtig: Vor jeder Anwendung kurz kräftig durchschütteln. Besonderes empfehlenswert und erfrischend sind die Aerosole in der warmen Jahreszeit.
Sie sind auch zur Pflege der Mundschleimhaut geeignet und können so Erkältungskrankheiten und Zahnfleischproblemen vorbeugen, oder deren Heilung unterstützen.

 

Womit wir uns hier im Grunde beschäftigen, das ist das Wesen der Dinge, das sind Vibrationen, Schwingungen.
(Robert. B. Tisserand „Das ist Aromatherapie- Heilung durch Duftstoffe”)


Die ätherischen Pflanzenöle werden  über die Haut und die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen und entfalten ihre Wirkung über das Blut- und Lymphsystem und über die Nervenendigungen des Unterhautgewebes im gesamten Körper.

 
ätherisches Öl    Traditionelle Anwendung/Wirkung
Melisse    Magen-Darm-Krämpfe, Durchfall,Würmer Übelkeit,Erbrechen, Kopfschmerzen
Myrrhe    Schleimhautentzündungen der Verdauungsorgane
Nelke    Zahn- und Mundschleimhautentzündung,
Durchfall, Darmparasiten
Pfefferminze    Durchfall, Koliken, Blähungen, Würmer, Gallensteine
Rosmarin    Dickdarmentzündung,Verdauungsstörungen, Darminfektionen
Teebaumöl    Infektionen mit Pilzen u.a. Erregern
Mund- und Darmschleimhautentzündung
Lavendel    entspannend, kramfplösend, schlaffördernd
Wacholder    parasitenbekämpfend, entschlackend, entzündungshemmend, wundheilend
Zypresse    venenstärkend, schweißhindernd, hanrtreibend
Beispiele ätherischer Öle und Ihrer /Wirkung

Die Anwendung sollte nicht länger als 4 Wochen erfolgen. Dosierung und Anwendungsdauer richtet sich nach der Widerstandsfähigkeit des Menschen. Zarte, feinfühlige Menschen benötigen eine geringere Reizstärke als robuste Charaktere. Gemäß der Regel von der Wirkung kleiner Reize (Arndt Schulze Regel) ist grundsätzlich von einer zu hohen oder zu langen Dosierung abzuraten.