19. Aug 2017     |    Kontakt    |    Impressum    |    Sitemap    |    Druckversion    |     

Vitamine


Geschrieben von: Peter Jennrich  


Der Ausdruck Vitamin wird von den Wörtern Vita (lat.: Leben) und von Amin (Stickstoffverbindung) abgeleitet, weil Vitamine für das Leben notwendig sind und das erste entdeckte Vitamin eine Stickstoffverbindung war (Thiamin = Vitamin B1).

Es gibt zwei verschieden Arten von Vitaminen: fettlösliche und wasserlösliche. Die fettlöslichen Vitamine werden in der Leber und in fetthaltigen Geweben im Körper gespeichert.Die Speicherfähigkeit des Körpers für fettlösliche Vitamine beträgt bis zu 6 Monaten. Dies sollte man bedenken, wenn man Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nimmt, denn fettlösliche Vitamine können auch überdosiert werden und unerwünschte Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben.


Vitamine A, D, E und K sind die fettlöslichen Vitamine.

Anders hingegen verhalten sich die wasserlöslichen Vitamine. Sie zirkuliern im Gefäßsystem und den blutreichen Organen und lassen sich nur in ganz geringem Ausmass vom Körper speichern. Deshalb braucht man sich in der Regel auch keine Sorgen in Bezug auf überdosierungen machen.
Wirkungsweise einiger Vitamine

Vitamin A - ist ein fettlösliches Vitamin, welches im Körper aus dem Beta-Carotin zahlreicher pflanzlicher Lebensmittel gebildet wird. Es ermöglicht ein normales Wachstum von Haut- und Schleimhautzellen, ist am Aufbau von Lymphgefäßen beteiligt und führt zur Abwehrsteigerung der weißen Blutkörperchen. Es ist wesentlich mitverantwortlich für die Schutzfunktion der Schleimhäute der Verdauungs-, Atem- und Harnwege vor Umweltgiften, Schwermetallen und Krankheitserregern. Es aktiviert aber auch Abwehrzellen, die sogenannten „Fresszellen“ welche eingedrungene Umweltgifte und Krankheitserreger unschädlich machen. Auch die Entgiftungsfunktion der Leber wird von Vitamin A unterstützt.

Vitamin B1 - ist am Aufbau der Nervenzellwände und bei der Bildung von Kollagen beteiligt. Kollagen ist als Gerüsteiweiß ein wichtiger Baustein für Knorpel, Sehnen und Bindgewebe. Ferner ist Vitamin B1 am Energiestoffwechsel beteiligt. Da es eine aufbauende Wirkung im Nervensystem und Bindegewebe besitzt, ist es wichtig zur Reparatur von Schäden, die an diesen Organen durch Schwermetalle entstanden sind.

Vitamin B2 – schützt den ganzen Körper vor der Auswirkung von freien Radikalen, die z.B. durch Schwermetalle entstehen. Es wirkt besonders antioxidativ an den Augenlinsen und unterstützt die Leber bei der Entgiftung von Schwermetallen, Pestiziden und Chemikalien.

Vitamin B3 – ist notwendig für die Reparatur des Erbgutes und bei dessen Schutz vor Schwermetallen und Umweltgiften. Ferner schützt es vor allem die Leber vor freien Radikalen und unterstützt ihre Entgiftungsleistung. Niacin, wie das Vitamin B3 auch heißt, ist für die Wirksamkeit von über 200 Enzymen und für die körpereigene Energieproduktion wichtig. Davon profitieren vor allem die Haut, das Nervensystem, die Verdauungsorgane und die Muskeln.

Vitamin B6- ist wichtig für die Blutbildung, das Nervensystem, den Zucker- und Fettstoffwechsel, das Bindegewebe und das Immunsystem. Es vermag die Ausscheidung von Aluminium zu erhöhen.

Vitamin B12 - ist u.a. notwendig für die Bildung von neuen Zellen, für die Funktion des Nervensystems und für die Blutbildung.
Kommt es unter Einfluß von Schwermetallen oder Entzündungen zur Schädigung der Schutzhülle der Nerven (=Myelin), so kann dies zu Multipler Sklerose oder zu Polyneuropathien führen. Dem Vitamin B12 kommt hierbei eine große Schutzwirkung zu, da es am Aufbau des Myelins maßgeblich beteiligt ist.

Vitamin C – ist das wohl bekannteste Vitamin mit vielen lebenswichtigen Aufgaben. Es regt den gesamten Stoffwechsel einschließlich Nervensystem und Hormonproduktion an. Ausgesprochen intensive Wirkungen entfaltet es im Immunsystem: es regt die Aktivität der Fresszellen an, die Schwermetalle, Umweltgifte, Krebszellen und Krankheitserreger unschädlich machen und wirkt schützend und reparierend gegenüber der Schädigung durch freie Radikale.  Darüber hinaus ist es notwendig für den Aufbau des Bindegewebes und damit für gesunde Knochen, Gelenkknorpel und Zähne.

Vitamin E - ist fettlöslich und dadurch einerseits speicherbar, andererseits schützend für gesunde fettreiche Organe wie z.B. Leber, Gehirn und Nervensystem. Auch die Zellwände jeder einzelnen Körperzelle bestehen aus fettreichen Verbindungen. Schwermetalle und Umweltgifte können freie Radikale bilden, die die Zellwände angreifen und die Zellen schwächen oder zerstören können. Um uns davor zu schützen benötigen wir Antioxidantien wie das Vitamin E. Ein Molekül Vitamin E kann die 100-fache Menge freier Radikale unschädlich machen und gemeinsam mit Vitamin C die 1000-fache Menge an Fettmolekülen schützen.  Besonders davon profitieren das Herz, die Blutgefäße, die roten Blutkörperchen, die Gelenke, die Lungen und das Nervensystem einschließlich der Hirnanhangsdrüse, die als Steuerzentrale aller Hormone gilt. Neben der Schutzfunktion regt Vitamin E auch die Bildung von Abwehrzellen (B-Lymphozyten) an. Es gilt als natürlicher Blutverdünner ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.

Um eine möglichst gute Versorgung von Vitaminen zu gewährleisten und auf der anderen Seite Überdosierungen und schädliche Auswirkungen zu vermeiden, ist es ratsam, wenn man Nahrungsergänzungsmittel über längere Zeit einnehmen möchte, eine geeignete Diagnostik in einem darauf spezialisierten Labor durchführen zu lassen.