28. Apr 2017     |    Kontakt    |    Impressum    |    Sitemap    |    Druckversion    |     

Die Chelattherapie    


Geschrieben von: Esther Trottmann  

Die Verhärtung der Arterien – die Arteriosklerose - ist ein normaler Alterungsprozess so wie auch die Verhärtung von anderem Bindegewebe im Körper. Dies wird durch die Quervernetzung von Kollagenfasern und durch die diffuse, kontinuierliche Ablagerung von Calcium in den Arterienwänden verursacht. Folge ist der Verlust der Elastizität der Arterienwände. Allerdings können bestimmte Faktoren die Beschleunigung und Verstärkung dieses Prozesses bewirken: Rauchen, Diabetes mellitus, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, erhöhte Homocysteinwerte, Bluthochdruck, Schwermetallbelastungen, Mangel an Antioxidantien,  Autoimmunerkrankungen (Antikörperbildung gegen Blutgefässe) und Entzündungen der Arterien.
Bei der NaEDTA-Chelattherapie handelt es sich um eine Infusionsbehandlung zur Ausleitung von Calciumablagerungen und Schwermetallen aus dem Körper. Chelatbildner sind Stoffe, welche eine hohe Bindungskapazität besitzen, wie z.B. Vitamin C, Zink und Selen. „Chelos“ kommt aus dem griechischen und bedeutet (Krebs)schere.
Wirkungsweise von Na-EDTA

1. EDTA senkt den Blut-Calciumspiegel und stimuliert so die Ausschüttung von Parathormon aus der Nebenschilddrüse. Parathormon ist verantwortlich für die Entfernung von Calcium von Orten, wo es nicht hingehört und den Einbau von Calcium in die Knochen.

2. EDTA stimuliert eine Vergrösserung von kleinen Gefässen, damit diese einen Umgehungskreislauf bilden.

3. EDTA ist ein Antioxidans und vermindert den Schaden durch freie Radikale

4. EDTA entfernt Metall Ionen, die zuviel und an falschen Orten abgelagert werden, wie Kupfer und Eisen.

5. EDTA bindet Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Aluminium und leitet sie aus

7. EDTA vermindert das Zusammenkleben der Blutplättchen, die zu Gerinnselbildung führen können.
Der Therapieablauf

Der Patient erhält eine Dauertropfinfusion, die neben dem Hauptwirkstoff Na-EDTA (EthylendiamintetraAcetat) verschiedene hochdosierte Mineralstoffe und Vitamine enthält. Die Infusion läuft aus Sicherheitsgründen über 3-4 Stunden, denn ein zu schnelles infundieren kann zu Gesundheitsstörungen führen, da die dadurch zu schnell mobilisierten Giftstoffe die Nieren schädigen können. Während der Infusionszeit kann der Patient in bequemer Lage sitzen oder liegen, sich entspannen und/oder lesen. Es ist wichtig, dass während und nach der Behandlung reichlich Flüssigkeit getrunken wird, um die Ausscheidung der gelösten Komplexe zu unterstützen.
Risiken, Nebeneffekte, Kontraindikationen

Bei sachgemässer Durchführung der Chelattherapie entstehen keine Risiken und Nebenwirkungen für den Patienten. Die in der Literatur beschriebenen Erkrankungsfälle sind alle auf eine unsachgemässe Durchführung zurück zu führen. Die Chelattherapie hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit, so dass die Patienten nach der Therapie  wieder selbst nach Hause fahren können.
Bei vorgeschädigten Patienten müssen Nierenfunktionsprüfungen erfolgen, um einer Überlastung der Nieren vorzubeugen. In solchen Fällen wird die Infusionsdauer länger und die Frequenz nicht so häufig sein.