12. Dec 2017     |    Kontakt    |    Impressum    |    Sitemap    |    Druckversion    |     

Osteopathie

geschrieben von André Bechtel in Hessen staatlich geprüfter Osteopath

Möglichkeiten und Chancen:

Die Osteopathie bietet gegenüber der Schulmedizin eine ganze Reihe von zusätzlichen Möglichkeiten zum Wohle des Patienten. So betrachtet die Osteopathie den Patienten immer in seiner Gesamtheit. Auch beschäftigt sich die Osteopathie nicht mit der Behandlung einzelner Symptome, sondern will immer die Ursachen von Beschwerden aufspüren und behandeln.
Definition Verband für Osteopathie

Definition:

Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Dort wo Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit. Die Osteopathie kennt alle kleinen und großen Bewegungen des menschlichen Körpers. Sie hilft Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen.

Christian Hartmann schreibt In seinem Buch über den Entdecker der Osteopathie Andrew Tayler Still
"Der Natur bis ans Ende vertrauen" 
"Die praktizierte Osteopathie ist weit mehr als nur eine manuelle Behandlungsform.
Obwohl immer wieder der Versuch unternommen wird, sie zu definieren, ist dies eigentlich nicht möglich. Neben rein quantitativ wissenschaftlichen Dimensionen repräsentiert und umfasst sie auch philosophische und spirituelle Elemente, die eher auf Gefühlsebene als im kognitiven Kontext ihre Entsprechung fin-
den. Ähnlich wie die Quantenphysik oder neuerdings die String-Theorie birgt auch die Osteopathie wichtige Aspekte, die sich jedem rein verstandesmäßigen Zugriff scheinbar magisch entziehen. Aber eben dieses Nicht-Konkretisierbare, Nicht-Festlegbare Element schafft erst jenen Freiraum, in denen die Wahrnehmung
der Individualität und Gesamtpersönlichkeit eines einzelnen Patienten möglich wird."
Zitat aus: Der Natur bis ans Ende vertrauen, Seite 12

"...Die vorhin erwähnte, tiefgehende Beziehung zwischen Patient und Behandler hat aber noch eine weitere bedeutende, für das menschliche Ego aber zumeist unbequeme Konsequenz: Sie verlangt die Überwindung eines gerade im deutschsprachigen Raum schon fast unbewusst gelebten Hierarchie-Denkens. Für den Behandler bedeutet das: Er muss seine Allmachtstellung (Stichwort: »Heiler«) bewusst aufgeben und sich in allen Ebenen auf Augenhöhe mit dem Patienten – sei es nun ein Säugling oder ein Greis- begeben.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass Still denen, die klassische Osteopathie in seinem Sinne praktizieren wollen, enorm viel abverlangt:
– exzellente Kenntnisse in den medizinischen Grundfächern, vor allem in Anatomie
– grundsätzlich vorhandene, durch langjährige Schulung trainierte und immer weiter zu
   vervollkommnende manuelle Fähigkeiten
– einen mit ganzheitlicher Denkweise gepaarten Wissensdurst
– ständige hohe Bereitschaft zur Selbstkritik sowie zur Überwindung von hierarchischem
   Denken, Opportunismus, Konformismus, Eitelkeit, Anerkennungssucht und Statusdenken
– die Selbstenthronung als Heiler und Macher"

Zitat aus: Der Natur bis ans Ende vertrauen, Seite 14

"...Wie ein Pferd Kraft braucht, anstelle der Sporen, um eine schwere Last zu tragen, braucht ein Mensch Freiheit in allen Teilen seines Mechanismus und die Kraft, die aus der Vollkommenheit seines Körpers resultiert, um die höchste ihm mögliche Arbeit zu verrichten." Zitat aus: Der Natur bis ans Ende vertrauen, Seite 26