12. Dec 2017     |    Kontakt    |    Impressum    |    Sitemap    |    Druckversion    |     

Winterdepression

Geschrieben von: Esther Trottmann  
Winterdepression – die Melancholie der dunklen Jahreszeit!

Jedes Jahr im Herbst, wenn die Tage kürzer und dunkler werden, klagen die Menschen über Unlust, Antriebslosigkeit, einen allgemeinen Leistungsabfall und verstärkter Müdigkeit, wobei der Schlaf nicht erholsam ist. Gerade in der festlichen Advents- und Weihnachtszeit geht es vielen Menschen schlecht und im Dezember ist die höchste Selbstmordrate des ganzen Jahres; warum?
Etwa 8 Millionen  Menschen in Deutschland leiden unter der Winterdepression, die in den kalten und regnerischen Monaten von Oktober bis März auftritt; zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. In den südlichen Ländern hingegen ist die Zahl der saisonal bedingten Depressionen wesentlich geringer und am Mittelmeer kommt sie kaum noch vor. Hauptursache ist der Mangel an natürlichem Tages- und Sonnenlicht, denn der Mensch braucht das natürliche Licht zum Regeln des Schlaf-Wach-Rhythmus. Im Winter verbringen die Menschen die meiste Zeit im künstlichen Licht und dieses bedeutet für den Organismus Dunkelheit, was wiederum die Zirbeldrüse anregt, mehr Melatonin zu bilden. Dieses Hormon stellt die innere Uhr auf Ruhe und Winterschlaf ein und verlangsamt den Stoffwechsel. Außerdem unterdrückt Melatonin die Bildung und Ausschüttung des Glückshormons Serotonin, welches wichtig für eine gute Stimmungslage ist.
Die Winterdepression ist deutlich von der echten, klassischen Depression zu unterscheiden, welche vom Arzt behandelt werden muss. Bei der klassischen endogenen Depression hat man keinen Appetit, nimmt ab und hat Schlafstörungen; bei der saisonalen Melancholie hingegen will man viel Schlafen und hat Heißhunger auf Süßes. Manche Betroffenen nehmen bis zu 10 kg Körpergewicht zu, was wiederum die Depression verstärkt.

In leichten Fällen der Winterdepression kann es schon ausreichen, wenn man jeden Tag ins Freie geht und Licht tankt. Dort herrscht selbst an einem wolkigen Wintertag eine Lichtstärke von 2000 Lux (während Wohnräume selten mehr als 100 Lux aufweisen). Wenn die Sonne scheint, sollte man das Gesicht mindestens 10 Minuten bestrahlen lassen und öffnen Sie dabei den Mund und zeigen Sie der Sonne Ihre Zähne. Diesen Vorgang hat man bei Krokodilen abgeschaut, denn die Zähne wirken wie kleine Reflektoren und leiten das Licht somit verstärkt weiter. Unterstützt werden kann dieser Prozess durch natürliche Stimmungsaufheller wie Johanniskraut; der Wirkungsmechanismus des Johanniskraut ist eine Erhöhung der Photosensibilität der Haut und somit eine verstärkte Empfänglichkeit des Körper für Tageslicht. Aber Vorsicht z.B. bei Schnee; die erhöhte Photosensibilität führt auch schneller zum Sonnenbrand!
Zusätzlich sollte immer der Darm mitbehandelt werden; über die sanfte Darmspülung – die sogenannte Colon-Hydro-Therapie – werden alte Einlagerungen und Fäulnisgifte ausgeleitet und die Produktion und Ausschüttung von Serotonin angeregt. Auch die große Sauerstoff-Eigenblutbehandlung stimuliert die Hormonproduktion und versorgt den Körper mit Energie, denn Sauerstoff ist Leben! In schwereren Fällen kann eine tägliche Bestrahlung mit einem Lichttherapiegerät helfen; dieses liefert ein Licht, dass der Natur nachempfunden ist und je nach Gerät zwischen 2500 – 10'000 Lux liegt
Falls diese Behandlungsansätze nicht den erwünschten Erfolg bringen, sollte immer an Schwermetallbelastungen des Organismus gedacht werden. Bestimmte Schwermetalle oder Schwermetallallergien können Depressionen auslösen und verstärken; zusätzlich blockieren sie den Hormon- und Enzymhaushalt und verdrängen somit die Selbstregulationskräfte des Körpers.